Besserat de Bellefon
Unter den großen Etiketten der Champagne wirkt Besserat de Bellefon in Aÿ/Epernay wie eine stille Dissidenz: seit 1843 auf Gastronomie ausgerichtet, seit 1930 mit der Cuvée des Moines auf ein Ziel getrimmt – ein Mousseux mit bewusst leichter prise de mousse, weil weniger liqueur de tirage verwendet wird.
Technik wird hier zur Ästhetik: keine Malolaktik, damit die Grundweine ihre Spannung behalten; 30% Reserve aus einer Solera stützen die Kontinuität. Im Bleu Brut stehen 45% Meunier, 30% Chardonnay und 25% Pinot Noir; Trauben aus Dörfern wie Avize und Le Mesnil-sur-Oger tragen Kreideprägung ins Coeur de Cuvée. Dosage 8 g/L, danach 3 Jahre sur lies und Ruhe nach dem Dégorgement.
Die Handschrift ist kein Effekt, sondern Disziplin: feinere Bläschen durch geringeren Druck, ein Champagner, der Tradition nicht feiert – sondern kontrolliert.Besserat de Bellefon
Unter den großen Etiketten der Champagne wirkt Besserat de Bellefon in Aÿ/Epernay wie eine stille Dissidenz: seit 1843 auf Gastronomie ausgerichtet, seit 1930 mit der Cuvée des Moines auf ein Ziel getrimmt – ein Mousseux mit bewusst leichter prise de mousse, weil weniger liqueur de tirage verwendet wird.
Technik wird hier zur Ästhetik: keine Malolaktik, damit die Grundweine ihre Spannung behalten; 30% Reserve aus einer Solera stützen die Kontinuität. Im Bleu Brut stehen 45% Meunier, 30% Chardonnay und 25% Pinot Noir; Trauben aus Dörfern wie Avize und Le Mesnil-sur-Oger tragen Kreideprägung ins Coeur de Cuvée. Dosage 8 g/L, danach 3 Jahre sur lies und Ruhe nach dem Dégorgement.
Die Handschrift ist kein Effekt, sondern Disziplin: feinere Bläschen durch geringeren Druck, ein Champagner, der Tradition nicht feiert – sondern kontrolliert.