Sangiovese

Sangiovese, traditionell auch Sangioveto genannt, ist die prägende rote Rebsorte Mittelitaliens und das Herz vieler großer Weine aus der Toskana. Sie steht für Chianti, Brunello di Montalcino, Vino Nobile di Montepulciano und zahlreiche regionale Rotweine, kommt aber auch in anderen Teilen Italiens vor.

Typisch sind rote Kirsche, Pflaume, Kräuter, Veilchen, Tabak, Leder und eine spürbar lebendige Säure. Sangiovese kann leicht und saftig wirken, aber auch strukturiert, langlebig und vielschichtig, besonders wenn Herkunft, Reife und Ausbau sorgfältig zusammenspielen.

Wie schmeckt Sangiovese?

Sangiovese duftet häufig nach Sauerkirsche, reifer Kirsche, Himbeere, Veilchen, getrockneten Kräutern und etwas Tomatenblatt. Mit Reife und Ausbau kommen Tabak, Leder, Unterholz, Gewürze, Zedernholz oder ein leicht erdiger Ton hinzu.

Am Gaumen sind Säure und Tannin die prägenden Elemente. Gute Weine wirken nicht süßlich schwer, sondern herzhaft, saftig und griffig. Der Körper reicht von mittelgewichtig bis kraftvoll, die Textur von frisch und kernig bis dicht, elegant und lang anhaltend.

Sangiovese und Sangioveto: Herkunft und Namen

Sangiovese ist eng mit Italien verbunden, besonders mit der Toskana. Dort prägt die Rebsorte Chianti Classico, Brunello di Montalcino, Vino Nobile di Montepulciano und viele Supertoskaner oder IGT-Weine, die klassische Herkunft mit moderner Stilistik verbinden.

Außerhalb der Toskana ist Sangiovese auch in der Romagna, in Umbrien, den Marken und weiteren italienischen Regionen wichtig. International findet man die Sorte in kleineren Mengen in Kalifornien, Australien, Argentinien und anderen Weinländern, doch ihre klare Identität bleibt italienisch geprägt.

Welche Sangiovese-Stile gibt es?

Frische Sangiovese-Weine zeigen rote Frucht, Kräuter und lebendige Säure; sie passen hervorragend zur Alltagsküche und werden oft jung getrunken. Klassische Chianti-Stile setzen auf Balance, herzhafte Würze und ein eher mittelkräftiges Profil.

Kräftigere und länger gereifte Varianten wie Brunello oder hochwertige Riserva-Weine zeigen mehr Tiefe, Tannin, Struktur und Ausbauaromen. Rosé aus Sangiovese ist ebenfalls möglich, bleibt aber gegenüber den roten Stilen deutlich weniger prägend.


Wozu passt Sangiovese?

Sangiovese ist ein hervorragender Speisenwein. Er passt zu Pasta mit Tomatensauce, Ragù, Lasagne, Pizza mit würzigen Belägen, gegrilltem Gemüse, Fenchel-Salsiccia, Schweinebraten und Kalb mit Kräutern.

Reifere und kräftigere Weine begleiten Bistecca alla Fiorentina, Lamm, Wild, Pilzgerichte, Pecorino und gereiften Hartkäse. Die Säure der Sorte macht sie besonders stark bei Gerichten mit Tomate, Olivenöl, Kräutern und Röstaromen.

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Sangiovese ist ideal, wenn du Rotweine mit Herkunft, Spannung und Essensfreundlichkeit suchst. Die Sorte bietet saftige Alltagsweine ebenso wie ernsthafte, lagerfähige Klassiker mit Tiefe und eleganter Struktur.

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